Über die Philosophie des Shiatsu-Meisters Hiron Nozaki

«Hiron hat meine Entwicklung massgebend während 25 Jahren gepägt.» Veronika Ronchin, Schulleiterin der Ko Schule für Shiatsu erzählte persönliche Begegnungen und Erfahrungen seit 1982, die Anfangsjahre der Bewegung um Hiron Nozaki im Tessin, die Jahre der Schulgründung und aus der 10-jährigen Zeit als seine Assistentin beim Unterrichten. Hiron lebte sehr einfach, trug alles in einem Rucksack bei sich und lebte mit den Jahreszeiten und der Natur.

Die Verbindung zwischen Himmel und Erde war Hiron Nozaki sehr wichtig, die Nährung und das Gehaltensein durch männliche und weiblich Energie. In seinen Kursen wurde viel meditiert und er praktizierte und vermittelte auch ein eigenes Yoga.

«Er ermutigte uns immer, nie stehen zu bleiben und in den Fluss des Lebens zu gehen, damit die Energien nicht stagnieren», erzählt Veronika Ronchin. Die Offenheit für Neues fand er wichtig, er ermutigte zum Verlassen der gewohnten Bahnen. Etwa indem man das Gegenteil vom Gewohnten macht. Es sei wichtig, dass man zwischendurch auch einmal ausbreche. Und das Leben geniesse.

Krankheiten sah Hiron als Herausforderungen, denen man sich im Leben stellen müsse. Die eigenen Probleme kommen aus den eigenen Programmen, aus den Gewohnheiten. Deshalb sagte der häufig: «Überprüft die Gewohnheiten!» Mit dem Bearbeiten des Programms wird auch das Problem bearbeitet.

Techniken & Entsprechungen
Hiron hatte keine Angst vor Übertragung: «Energie, die vom Patienten kommt, wandelt sich in positive Energie für die Arbeit des Therapeuten um.» Er konzentrierte sich beim Behandeln auf den goldenen Kern der Klienten und nutzte Intuition, Gefühle, Vorstellungen, Verstand und äussere Einflüsse gleichermassen zum Kreieren der Behandlung und Übungen - bei denen das Ausgleichen im Zentrum stand.

Hiron entwickelte eigene Systeme von Entsprechungen und Techniken. behandelte Gleiches mit Gleichem, Entsprechungen und Polaritäten. Zentral immer der Ausgleich von Yin und Yang, die Art der Liebe zu vermitteln, die die Klienten gerade jetzt brauchten, und sie an seiner starken Verbindung zu Himmel und Erde teilnehmen zu lassen.

«Alles ist gut, sagte er immer», beendet Veronika Ronchin ihren Vortrag. «Ob Du Krankheit bringst oder Gesundheit, alles ist gut. Wir wollen offen und flexibel bleiben und den Ausgleich anstreben.» Und am Schluss des Vortrags, in welchem Teilnehmerinnen und Teilnehmer Übungen ausprobiert und von ihren eigenen Begenungen mit Hiron erzählt haben, weiss man: Hiron Nozaki ist in der Erinnerung der Menschen und an der Ko Schule noch sehr lebendig.


Weitere Zusammenfassungen

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