Tageskongress 2010: Shiatsu – Spannungsfeld zwischen Lebensphilosophie und Beruf

Am Samstag 16. Januar fanden sich über 30 Shiatsu- und Komplementärtherapeuten und -Therapeutinnen und Interessierte ein, um sich gemeinsam einen Tag lang mit den Spannungsfeldern zwischen Lebensphilosphie und Beruf auseinanderzusetzen - und um die akuellsten Entwicklungen rund um den in der Schweiz neu entstehenden Beruf Shiatsu zu erfahren und zu diskutieren. Neben den Referaten und Workshops blieb in den Pausen zwischen den Veranstaltungen und beim gemeinsamen Mittagessen viel Zeit zum netzwerken und sich kennenlernen.

Hier finden Sie die Zusammenfassungen der Referate, der Workshops und des Podiumsgesprächs

Bereits im Vortrag, der aktuellste Informationen zum Validierungsverfahren Komplementärtherapie mittels Passerelle KT übermittelte, zeigte sich bei vielen Anwesenden ein Unbehagen. Soll man diesen aufwändigen Prozess zum Branchendiplom auf sich nehmen oder noch abwarten? Am abschliessenden Podiumsgespräch wurde deutlich, dass eine Übergangslösung für ältere Therapeutinnen eine intelligente Idee wäre und dass der Jahrzehnt-Prozess, in welchem sich die Berufsbildung für Shiatsu befindet, vielen heute noch nicht die Sicherheit und Garantien bieten kann, die sie vielleicht gerne hätten.

So lautete das Fazit des Tages: Es ist wichtig, die eidgenössische Anerkennung des Berufs Shiatsu voranzutreiben und in der damit einhergehenden und fortschreitenden Bürokratisierung die Intuition und Spiritualität, die Verbindung von Himmel, Mensch und Erde nicht zu verlieren. Denn, wie es Hiron Nozaki, als er mit dem Berufsbildungsprozess konfrontiert wurde, einst formulierte: "The one who heals has right."

Text: Kathrin Fischer, Bilder: Kathrin Fischer & Arik Malcus

Der Kongresstag in Bildern
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