Akiko Bäumle erzählt

Geboren und aufgewachsen bin ich in Japan. Nach meiner Ankunft in der Schweiz war ich als Hausfrau und später auch als Mutter tätig. Als unsere Tochter die Mittelstufe erreichte, fasste ich den Entschluss, eine Zusatzausbildung zu machen. Diese sollte mir den langsamen Einstieg ins Berufsleben ermöglichen und sicherstellen, dass ich in meinem späteren Leben auch finanziell auf eigenen Beinen stehen kann. Bei der Wahl meiner Ausbildung war es mir sehr wichtig etwas zu finden, was mich auch innerlich erfüllt.

Kurz nach der Geburt unserer Tochter hatte ich im Spital eine Zimmernachbarin, deren Baby stark unter Blähungen litt. Deswegen hatte die Mutter der Zimmernachbarin eine Shiatsu-Therapeutin organisiert. Diese konnte dem Baby durch ihre Massagen stark helfen. Man kann sagen, dass dies das Schlüsselerlebnis zur Entscheidung für meine Shiatsu-Ausbildung war. Natürlich kannte ich als gebürtige Japanerin Shiatsu bereits und ich hatte mich auch früher immer dafür interessiert. Jedoch war genau dieses Erlebnis im Spital das noch fehlende Stück zur klaren Entscheidung, eine Ausbildung zur Shiatsu-Therapeutin zu machen.

Daraufhin erkundigte ich mich via Internet und durch persönliche Gespräche, welche Ausbildungsmöglichkeiten mir in der Schweiz offenstanden. Sehr schnell kristallisierten sich drei mögliche Schulen heraus mit Ausbildungsmodalitäten, die es mir erlaubten, weiter meine Verpflichtungen als Mutter und Hausfrau wahrzunehmen, und die auch unseren finanziellen Möglichkeiten entsprachen.

Ich beschloss, in jeder der drei Schulen eine Test-Lektion zu besuchen und entschied mich am Schluss der Evaluation für die Ko Schule. Die kompetente, aber auch sehr freundschaftliche Art der Lehrpersonen wie auch die sehr gute modulare und zeitliche Gestaltung des Ausbildungsprogrammes waren die ausschlaggebenden Punkte, meine Ausbildung an der Ko Schule zu machen. 

In Anbetracht der mir zur Verfügung stehenden Zeit wählte ich eine Ausbildungsdauer von vier Jahren. Damit habe ich mir einen Rahmen geschaffen, in dem ich auch meine anderen Verpflichtungen noch bewältigen kann. Daneben bleibt jedoch neben Haushalt und Kinderbetreuung keine Zeit mehr für andere Hobbys.

Aufgrund meiner beschränkten Deutschkenntnisse sind die Anforderungen für mich ziemlich hoch. Deswegen schätze ich den freundschaftlichen Umgang unter den Studierenden sehr. Die Rücksichtnahme und Unterstützung meiner Lehrerinnen und Lehrer, Studienkolleginnen und -kollegen sind es, welche mich motivieren, auch anspruchsvolle Module durchzustehen. Diese freundschaftliche Atmosphäre gefällt mir ausserordentlich gut.

Ganz speziell finde ich die Vielfältigkeit der Ausbildung an der Ko Schule. Verschiedenste Themenbereiche, die auch etwas weiter gehen als das reine Grundwissen, werden gelehrt. Mit den optionalen Modulen des Tronc Commun hat jeder die Möglichkeit, seinen Lehrplan individuell zu erweitern. 

Nun stehe ich im letzten Jahr meiner Ausbildung und kann schon mit Gewissheit sagen, dass mich das Lernen in der Ko Schule auch persönlich hat reifen lassen. Nicht nur lerne ich die wichtigen medizinischen und behandlungstechnischen Elemente, auch persönlich habe ich in den letzten drei Jahren sehr viel über mein Innerstes dazugelernt.

Jetzt, im letzten Ausbildungsjahr, arbeite ich verstärkt an der Idee, nach meinem Abschluss eine eigene Praxis zu gründen. Die Shiatsu-Behandlungen, welche ich in meinem Freundeskreis gebe, gestalte ich so, als ob ich sie mit „offiziellen“ Klienten durchführen würde. Auch nach drei Ausbildungsjahren bin ich der Überzeugung, den richtigen Beruf sowie auch die richtige Schule gewählt zu haben. Ich schaue nach vorne, um im nächsten Jahr meinen Abschluss erfolgreich zu bewältigen.

"Die kompetente, aber auch sehr freundschaftliche Art der Lehrpersonen wie auch die sehr gute modulare und zeitliche Gestaltung des Ausbildungsprogrammes waren die ausschlaggebenden Punkte, meine Ausbildung an der Ko Schule zu machen."

Akiko Bäumle war von 2013 bis 2017 in der Shiatsu-Ausbildung an der Ko Schule.