Noré Parada erzählt

Bis ich mich zur Shiatsu-Ausbildung bei der Ko Schule für Shiatsu entschieden hatte, vergingen einige Jahre des Suchens. Nach meiner langjährigen kaufmännischen Tätigkeit in verschiedenen interessanten Branchen und später weiteren Ausbildungen im Bewegungsbereich wollte ich einen Schritt weiter gehen. Ich suchte nach einer Ausbildung, die alle Aspekte des Menschen einbezieht, und zwar Körper, Geist und Seele. Es sollte dann auch noch eine etablierte Therapiemethode sein, welche idealerweise auch in Bewegung ausgeführt wird.

Durch meine eigene Geschichte und meine eigenen körperlichen Symptome begann meine Reise als Klientin in der Komplementärtherapie. Ich durfte viele spannende Therapiemethoden ausprobieren und stiess über die TCM zu Shiatsu. Ich fühlte mich bei den Behandlungen wie eine Feder, so leicht und frei. Diese ruhige, feine und doch präsente Art dieser Methode beeindruckte mich sehr.

Ein paar Monate nach den Behandlungen stand ich eines Morgens auf und es war mir wie auf die Stirn geschrieben, dass es Shiatsu ist, was ich lernen möchte. Ich habe mir zwei Schulen in meiner Region angeschaut und entschied mich für die Ko Schule für Shiatsu. Einerseits weil sie mir durch eine ehemalige Studentin empfohlen wurde und ich bereits schon viele Informationen von ihr bekommen hatte, und andererseits hatte ich ein persönliches Gespräch mit Pascale Jacot-Descombes, Schulleiterin und Dozentin, was ich sehr schätzte. Ich fühlte mich gleich wohl in den Räumlichkeiten der Schule. 

Während der drei Ausbildungsjahre habe ich so viel Schönes und Neues erfahren dürfen, auch habe ich mich stets aufgehoben gefühlt. Alle kennen sich und die Atmosphäre ist sehr familiär. Ich durfte so sein, wie ich bin, meine Gedanken und Ansichten miteinbringen, wenn ich es wollte, und ich bekam viel Raum, um mich in meinem Tempo weiterentwickeln zu dürfen. Nebst den praktischen Shiatsu-Modulen gab es auch viele spannende theoretische Seminare, welche mir im speziell gefallen haben, z.B. die medizinischen Grundlagen, Psychologie, Gesprächsführung, Ethik, Menschenbild.

Es war sicher auch nicht immer leicht, die Schule und meine Teilzeitarbeit von 70–80 % unter einen Hut zu bringen. Dennoch habe ich es geschafft und bin stolz, einen neuen Beruf erlernt zu haben. Schon während der Ausbildung habe ich Klienten und Klientinnen behandelt. Ich bin froh, dass ich viel üben konnte und jetzt meine Praxistätigkeit noch weiter vorantreiben und meinen Job im Büro auf 60 % reduzieren kann. Mein nächstes Ziel für die kommenden 2–3 Jahre ist es, an die Höhere Fachprüfung zu gehen und mich im Shiatsu weiterzuentwickeln und davon leben zu können.

"Während der drei Ausbildungsjahre habe ich so viel Schönes und Neues erfahren dürfen und mich stets aufgehoben gefühlt."

Noré Parada war von 2013 bis 2016 in der Shiatsu-Ausbildung an der Ko Schule.